Betriebssportgemeinschaft im BMELV e. V.

 

Journal Sonderausgabe Internationales Sportfest 2009

 

Bundesministerin Ilse Aigner eröffnete 29. Internationales Sportlertreffen

Groß war die Freude und der Applaus der Betriebssportlerinnen und Betriebssportler der Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerien aus Budapest, Wien und Bonn als sie von Bundesministerin Ilse Aigner am Mittwoch, 4. Juli 2009, im BMELV Bonn im Foyer des Haus 9 begrüßt wurden. Die Ministerin, die auch die Schirmherrschaft über das Treffen übernommen hatte, wünschte allen Teilnehmern für die nächsten ereignisreichen Tage viel Freude sowohl bei den sportlichen Wettkämpfen als auch bei den geselligen Teilen des Programms. 

Nachdem die ungarische Delegation bereits gegen Mittag eingetroffen war und schon ihre Zimmer an der FH in Brühl bezogen hatte, war der Bus mit den österreichischen Sportlerinnen und Sportlern gerade rechtzeitig zum Beginn der Eröffnungsveranstaltung in Bonn angekommen. Nach der Begrüßung durch die Ministerin stärkte man sich zunächst am im Foyer aufgebauten Buffet. Danach zogen es die Gäste angesichts des warmen und sonnigen Wetters allerdings vor, sich an den vor Haus 9 aufgebauten Tischen und Bänken niederzulassen. Zwischenzeitlich trafen sich auch die Spartenleiter der drei Delegationen, um den Ablauf ihrer jeweiligen Sportwettkämpfe zu besprechen. 

Schnell kam man an diesem Abend mit „alten Bekannten“ ins Gespräch – zahlreiche Sportlerinnen und Sportler nehmen ja schon seit vielen Jahren an diesen internationalen Treffen teil – oder knüpfte erste Kontakte mit den „Neuen“. So verging die Zeit sehr schnell und es war schon fast die Dämmerung eingebrochen, als die Busse die Gäste aus Ungern und Österreich zu ihrer Unterkunft in die FH des Bundes nach Brühl

brachten. (ds) 

 

Barbecue und viel heiße Luft 

Als Abschluss des ersten Sporttages stand am Donnerstag ein Grillfest auf der Terrasse der FH Bund in Brühl auf dem Programm. Viele Sportlerinnen und Sportler nutzten die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein. Manch einen plagte am Abend des ersten Wettkampftages schon ein Muskelkater, andere verzeichneten einen leichten Sonnenbrand. Bei kühlen Getränken und reichlich Gegrilltem ließ es sich aber bei angenehmen Temperaturen, es hatte sich gegen Abend etwas abgekühlt, gut aushalten. Auch für Musik war gesorgt.

 Gegen 21.00 Uhr versammelten sich alle Gäste auf der großen Wiese vor der FH. Hier präsentierten jeweils acht Teilnehmer pro Nation das Ergebnis ihrer fast zweistündigen zuvor in der Turnhalle verrichteten Arbeit – einen selbstgebastelten Heißluftballon. Unter der Anleitung von Rolf Rau, der vor einigen Jahren bei der Fernsehsendung „Wetten dass...?“ mit einem aus Einkaufstüten gebastelten Ballon für eine gewonnene Wette und für Aufsehen gesorgt hatte, klebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus langen Plastikbahnen, sie reichten von einem Ende der Turnhalle zum anderen, ihren Ballon zusammen. Groß war dann die Freude, als die drei Ballons nacheinander mit Heißluft gefüllt wurden und sich in voller Größe in den Abendhimmel entfalteten. Im unteren Bereich der Ballons wurden dann die angeklebten Bänder zusammengerafft, so dass es für einige sogar möglich war, sich ein Stück in die Höhe ziehen zu lassen. Somit hatte dieser Abend ein spektakuläres Highlight. 

Abgelenkt durch den beeindruckenden Anblick der drei gefüllten Heißluftballone merkte man gar nicht, dass mit der herannahenden Dämmerung auch die Stechmücken nochmals ihre Aktivitäten verstärkten. Die Folgen waren bei einigen noch am nächsten Tag sichtbar. (ds) 

 

Who is who – eine Sportfest-Anekdote

Dass ein internationales Sportfest auch dazu beitragen kann, innerhalb des BMELV die Kollegen besser kennen zu lernen, belegt nachstehende kleine Geschichte. Einem Mitglied des Orga-Teams wurde zugetragen, dass der österreichische Busfahrer einen noch ausstehenden Geldbetrag bezahlen wollte. Als dieses Orga-Team-Mitglied kurze Zeit später von einem Herrn mit den Worten: „Sie bekommen noch Geld von mir.“ angesprochen wurde, reagierte es sofort: „Ach, Sie sind also der österreichische Busfahrer!“. Der so Angesprochene antwortete leicht irritiert: „Aber nein, ich bin einer der Teilnehmer und Referatsleiter im BMELV!“. Beide nahmen es humorvoll und am späteren Abend verabschiedete sich der Referatsleiter, der zuvor nur seine Eintrittskarte für das Grillfest bezahlen wollte, vom Orga-Team-Mitglied mit den Worten: „So, nun werde ich meinen Bus sicher nach Hause fahren!“. (ds) 

 

Fachexkursion zu Bayer CropScience 

Am Freitag, 3. Juli 2009, stand am Nachmittag der fachliche Informationsteil des internationalen Sportlertreffens an. Mit den Bussen wurden die Gäste und einige Betriebssportler der BSG BML zu Bayer CropScience noch Monheim gebracht. 

Nach einem Begrüßungsdrink und einem einleitenden Vortrag, der einen guten Überblick über die Unternehmensaktivitäten vermittelte, wurden kleinere Gruppen gebildet, denen dann die Möglichkeit eröffnet wurde, jeweils zwei der nachfolgenden Institute zu besichtigen:

Substanzlogistik, Pflanzenkrankheiten, Tierische Schädlinge, Biologische Forschung im Ziergartenbau, Metabolismus und Umweltforschung, Rückstandsanalytik sowie Anwender- und Verbrauchersicherheit.

Im Anschluss daran traf man sich auf dem Campus-artigen Unternehmensgelände im Tropicarium, dessen Mittelpunkt ein großes Gewächshaus mit tropischen Pflanzen bildet, um sich im dortigen Restaurant bei einem reichhaltigen Barbecue zu stärken. 

Der Vorsitzende der BSG, Willi Pompe, bedankte sich bei Herrn Norbert Lemken von Bayer CropScience für die vermittelten interessanten Fachinformationen und die gewährte Gastfreundschaft sowie für die ausgezeichnete Bewirtung. 

Danach fuhren die Gäste weiter nach Köln, wo bis zur Abfahrt der Busse genügend Zeit blieb, um durch die Kölner Altstadt zu bummeln und das ein oder andere typisch einheimische Getränk zu sich zu nehmen. Einigen, denen die festgelegten Rückfahrzeiten der Busse nach Brühl offenbar aber dennoch zu früh waren, organisierten zu noch weiter vorgerückter Stunde auf eigene Faust den Weg von Köln zurück nach Brühl. (ds) 

 

Sightseeing in Köln 

Auch wenn es nach der langen Nacht zuvor dem ein oder anderen etwas schwerer fiel, pünktlich kurz vor 10.00 Uhr am Samstag fuhren die Busse zu den Sightseeing-Touren nach Köln ab. Kurzfristig wurde noch eine weitere Stadtführung anstelle der ursprünglich geplanten Tour zum Deutschen Sport- und Olympiamuseum organisiert, für die sich nur sehr wenige Gäste entschieden hatten.

Bei sonnigem Wetter besichtigten am späten Vormittag drei Gruppen im Rahmen der Stadtführung ausführlich den Kölner Dom und Teile der Kölner Altstadt. Dabei wurden ihnen von den Tourguides viel Wissenswertes und so manche Anekdote erzählt. Andere, vor allem die an Fußball Interessierten, entschieden sich für den Besuch des Rhein-Energie-Stadions in Köln-Müngersdorf, ohne Zweifel eine der schönsten Fußball-Arenen. Bei der Stadionführung erhielten sie spannende Informationen über die Konzeption des hochmodernen Bauwerks. Ein Besuch des Museums des Fußballbundesligisten 1. FC Köln rundete die Besichtigung ab. Wie zu hören war, gewährte der wieder zurückgekehrte Kölner Liebling „Prinz Poldi“ alias Lukas Podolski allerdings keine Audienz. Eine weitere Alternative für unsere Gäste war die Brauhaustour, die Einblicke in Köln, Kultur und Kölsch vermittelte. Der Brauhauswanderweg führte vorbei an Kirchen und urgemütlichen Kneipen. In den winkligen Gassen und auf den großzügigen Plätzen der schönen Kölner Altstadt konnte lebendige Kölner Stadtgeschichte erlebt werden. 

Die restliche freie Zeit bis zur Rückfahrt der Busse nach Brühl um 16.00 Uhr nutzten einige zum Shopping, andere tranken gemütlich einen Kaffee und schauten dabei dem wuseligen Treiben in der Kölner Altstadt zu, das an diesem Tag schon ganz im Zeichen des Christopher Street Days (CSD) stand. (ds)

 

Ausgelassene Stimmung beim Abschlussabend

– PSt'n Ursula Heinen-Esser übereicht Siegerpokale – 

Den abschließenden Höhepunkt des internationalen Sportlertreffens bildete am Samstag, 4. Juli 2009, die Abendveranstaltung im Auditorium der FH Brühl. Mit langem Applaus wurde die Begrüßungsrede der Parlamentarischen Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser bedacht. Die Staatssekretärin freute sich darüber, dass die ausländischen Gäste im Rahmen des Sportlertreffens die Gelegenheit hatten, ihre Heimat, das Rheinland und insbesondere Köln, etwas näher kennen zu lernen. Im Anschluss an das reichhaltige Buffet überreichte Frau Heinen-Esser auch noch die Siegerpokale an die Erstplatzierten der einzelnen Sportwettbewerbe. 

Nach den Siegerehrungen wurden erstmals die Tanzbeine geschwungen. Die für den Abend engagierte „Silva Bulgari Band“ traf mit ihrer Liederauswahl sehr schnell den Geschmack des Publikums, so dass schon zu diesem Zeitpunkt eine ausgelassene Stimmung herrschte. Diese wurde dann noch durch Tanzeinlagen der Damen-Show-Tanzgruppe Grün-Orange Königswinter-Römlinghoven, bei der auch zwei Mitarbeiterinnen des BMELV mitwirkten, weiter angeheizt. Dabei wurde von den Damen auch der ein oder andere aus dem Publikum, zur großen Freude der übrigen im Saal, zum Mitmachen aufgefordert. 

Diese Einlagen animierten offenbar alle Gäste noch mehr, es selbst einmal mit dem Tanzen zu probieren. Die Tanzfläche war nun ständig gut gefüllt und so manches bisher vielleicht verborgen gebliebene Talent kam zum Vorschein. Eine wichtige ungeklärte Frage stand aber immer noch im Raum: wie bzw. wo geht es weiter mit dem internationalen Sportlertreffen? Die Antwort hierauf gab es zu vorgerückter Stunde. Unter lautem Beifall der Anwesenden erklärte sich der österreichische Delegationsleiter Gerhard Sieber bereit, das nächste internationale Sportlertreffen im Jahr 2011 auszurichten. Er lud die Anwesenden herzlich ein, nach Österreich zu kommen. In der Zwischenzeit werde man sich bemühen, wieder ein viertes Land für die Teilnahme zu gewinnen. 

Viele Gäste schwangen noch bis weit nach 1.00 Uhr das Tanzbein, als die Band zum letzten Tanz der Nacht aufspielte. Doch selbst als die Live-Musik verstummte, hielt es, wie man erfahren hat, ein „harter“ Kern bis ca. 5.00 Uhr morgens aus. Da der Bus der Ungarn um 8.00 Uhr und der der Österreicher um 9.00 Uhr abfuhr, verbrachte so mancher, sofern er zum harten Kern gehörte, eine sehr kurze letzte Nacht in Brühl. (ds) 

 

Orga-Team der BSG leistete gute Arbeit 

Zufriedene Gäste, ein reibungsloser Verlauf des Sportlertreffens – dies sind Belege dafür, dass das Organisations-Team der BSG unter der Leitung des Geschäftsführenden Vorsitzenden der BSG, Rolf Hahn, sehr gute Arbeit geleistet hat. Über viele Monate hinweg wurde gewissenhaft der Ablauf des Treffens geplant. In den letzten Wochen vor dem Beginn des Internationalen Sportfests erhöhte sich nochmals die Schlagzahl. Wöchentliche Meetings standen an, um der Veranstaltung den letzten Schliff zu geben. Wie gut das Team funktionierte unterstreicht die Tatsache, dass es sich auch durch unvorhergesehene Ereignisse kurz vor Beginn des Treffens (wie zum Beispiel die Probleme mit der Rucksack- und Pokalbeschaffung) nicht aus der Ruhe bringen ließ. Am Abschlussabend überreichte der Vorsitzende der BSG, Willi Pompe, den Orga-Teammitgliedern als kleines symbolisches Dankeschön eine Rose. (ds) 

Jürgen Landgrebe, Dieter Schneider, Kurt Henn, Markus Wunderlich, Uli Schwickert, Frank Görmar, Steffi Freudenthal, Maja Brüllingen, Doreen Wehr, Yasmina Fekih, Antje Baumann, Rolf Hahn, Winnie Welsch, Willi Pompe, Angela Rosenauer (aus fam. Gründen leider verhindert) 

 

Hohe Auszeichnung für Winnie Welsch

Für seine langjährigen Verdienste um die Republik Österreich wurde Winnie Welsch mit dem goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Er bekam diese Auszeichnung vom österreichischen Bundespräsidenten, Herrn Heinz Fischer, verliehen. Überreicht wurde der Orden unter dem lang anhaltenden Applaus der anwesenden Gäste im Rahmen der Abschlussveranstaltung am Samstag durch den österreichischen Delegationsleiter Gerhard Sieber. Damit wurde der Jahrzehnte lange engagierte Einsatz von Winnie Welsch für das internationale Sportlertreffen der Betriebssportgemeinschaften gewürdigt. (ds)

  

Sportwettbewerbe im Einzelnen

Fußball

 

Nachdem ein deutsches Team am letzten internationalen Sportfest 2007 in Ungarn leider nicht teilgenommen hatte, waren die Erwartungen an das diesjährige Turnier vor heimischer Kulisse natürlich entsprechend hoch. Schließlich galt es auch, die guten Leistungen aus dem Turnier in Salzburg 2005, die mit einem zweiten Platz in der Gesamtwertung belohnt wurden, zu bestätigen. 

Da vom 2005er Team nur noch fünf Spieler übrig geblieben waren, ging die deutsche Mannschaft mit einer auf fast allen Positionen neu besetzten, insgesamt aber sehr homogenen Truppe (Wolfgang Brandhoff, Bernd Söntgerath, Klaus Weidenbörner, Keth Pryke, Markus Preußer, Wolfgang Häßel, Lars Puvogel, Michael Dear (Deutsche Bundesbank), Matthias Hellmuth (BLE), Andreas Rosenauer (BSG), Eric Rosenauer (BSG) Thomas Els (AMI), Daniel Weidenbörner (BSG)), in das Turnier. Neben sieben Spielern aus dem BMELV wurde die Mannschaft durch sieben weitere externe Kollegen, u.a. der Bundesbank und der BLE, verstärkt. 

Pünktlich um 10.00 Uhr am Donnerstag pfiff Schiedsrichter Reiner Meyer bei bereits zu diesem Zeitpunkt eigentlich unzumutbaren Temperaturen in der leider nicht ganz ausverkauften Brühler „FH Bund-Arena“ das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Deutschland und dem Team aus Ungarn an. 

Von Beginn an entwickelte sich eine packende und sehr ausgeglichene Partie, in der es trotz leichter optischer Überlegenheit der Ungarn zunächst keiner Mannschaft gelang, einen

Treffer zu erzielen. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit kamen die Ungarn aus einer eher zufälligen Situation heraus zum 1:0 und gingen mit dieser Führung in die Pause. Das deutsche Team kam jedoch trotz des unglücklichen Gegentreffers mit neuem Schwung aus der Halbzeitpause und war sofort bemüht, den schnellen Ausgleich zu erzielen. Trotz einiger Chancen wurden diese Anstrengungen leider nicht belohnt, sondern nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung mit dem 2:0 der Ungarn bestraft. Mit dieser Führung im Rücken spielten die laufstarken Ungarn nunmehr endgültig befreit auf. Nach einem unglücklichen Eigentor zum zwischenzeitlichen 3:0 konnten sie schließlich kurz vor Ende der Partie auch noch ein viertes Mal den deutschen Keeper bezwingen. Überschattet wurde die außerordentlich faire Partie von einem unglücklichen Zusammenprall zweier Spieler, in dessen Folge sich ein ungarischer Spieler aufgrund einer Kopfverletzung im örtlichen Krankenhaus untersuchen lassen musste aber selbiges glücklicherweise nach einem dreistündigen Aufenthalt mit der Diagnose „Gehirnerschütterung“ auch wieder verlassen konnte. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es insgesamt auch in den Augen der anwesenden Zuschauer ein würdiges und spannendes Eröffnungsspiel war; der 4:0 – Sieg war zwar um zwei Tore zu hoch ausgefallen, aber letztlich auf jeden Fall verdient.

Während die Ungarn damit den sportlichen Tag ausklingen lassen konnten, galt es für die deutsche Mannschaft, die Niederlage schnell zu verarbeiten und wieder Kräfte zu sammeln für das zweite Spiel des Tages gegen den Seriensieger der vergangenen Jahre aus Österreich. 

Die Sonne brannte immer noch erbarmungslos vom Himmel und die Schwüle hätte locker mit jedem tropischen Regenwald mithalten können, als der Unparteiische schließlich pünktlich um 15.00 Uhr die zweite Partie des Tages anpfiff. Das deutsche Team ging von Beginn an motiviert und konzentriert zu Werke und konnte nach einem herrlichen Fernschuss schnell das erste Tor der Partie erzielen. Die österreichische Mannschaft war offensichtlich in dieser frühen Phase des Spiels überrascht von der Konsequenz der deutschen Mannschaft und so konnte Deutschland bereits kurz nach dem Führungstreffer sogar zum 2:0 erhöhen. Obwohl diese Führung dem deutschen Spiel eigentlich Sicherheit hätte verleihen müssen, agierte das deutsche Team in der Folge nervös und zunehmend unsicher. Leider machte sich in dieser Phase des Spiels auch der erhöhte Kräfteverschleiß und der damit verbundene Konzentrationsverlust bemerkbar, den die immer sicherer werdenden Österreicher gnadenlos ausnutzten und in Tore ummünzten. Nach mehreren schönen Einzelaktionen und dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer konnten sie sogar noch vor der Pause mit 3:2 in Führung gehen. Trotzdem gab das deutsche Team auch nach Wiederanpfiff nie auf und wurde nach einem kuriosen Freistoßtor zwischenzeitlich auch mit dem 3:3 für seine Anstrengungen belohnt. Leider währte die Freude über den Ausgleichstreffer jedoch nur kurz, denn kurz vor Ende der Partie erzielten die Österreicher doch noch den Sieg­treffer zum 4:3 Endstand. 

Nach Ablauf des ersten Tages stand daher bereits fest, dass es im letzten Spiel des Turniers am Freitag zwischen dem Mannschaften aus Österreich und Ungarn um den Gesamtsieg gehen würde. Aufgrund der Spielverläufe und der Ergebnisse des ersten Tages galten die Ungarn bei den meisten Zuschauern als Favorit auf den Turniersieg. 

Beide Teams waren dementsprechend hoch motiviert. In einer von Beginn an hochklassigen Partie gingen die Österreicher jedoch vielleicht etwas überraschend schon in der ersten Halbzeit schnell mit 2:0 in Führung. Dank einer insgesamt hervorragenden taktischen Mannschaftsleistung sowie einigen herausragenden Einzelspielern verhinderten sie, dass die Ungarn ihre läuferische Überlegenheit ausspielen konnten und verteidigten so souverän ihre Führung bis zum Halbzeitpfiff. Trotz eines schnellen Anschlusstreffers kurz nach Wiederanpfiff und weiterer zahlreicher erstklassiger Chancen der Ungarn gaben sie diese auch bis zum Ende der Partie nicht mehr aus der Hand. Zu bemerken ist allerdings, dass die Ungarn auch etwas vom Pech verfolgt waren, nachdem zunächst in einer strittigen Entscheidung die Frage, ob der Ball die Torlinie überquert hatte, vom Schiedsrichter nicht zu ihren Gunsten beantwortet wurde und kurze Zeit später ein Tor aufgrund einer knappen Abseitsentscheidung vom Unparteiischen ebenfalls nicht gegeben wurde. Das Spiel hätte also durchaus noch eine andere Wendung nehmen können. 

Letztlich ging der 3:1 Sieg jedoch vollkommen in Ordnung und nach zwei spannenden Tagen fand das Turnier mit dem Team aus Österreich schließlich wieder einen würdigen und verdienten Sieger, der seinen erneuten Titelgewinn auf der Abschlussfeier am Samstag auch gebührend zu feiern wusste. (lp) 

Abschlusstabelle 

1. Österreich               7:4       6

2. Ungarn                    5:3       3

3. Deutschland            3:8       0

 

 

Tennis

Alle Spiele des Tenniswettbewerbs fanden auf der Anlage des HTC Brühl statt. Auf dieser auch heute noch äußert gepflegten Tennisanlage wurde vom HTC Brühl in den 80er Jahren eines der größten weltweit bekannten Jugendturniere veranstaltet. Spielerinnen und Spieler wie Steffi Graf und Boris Becker haben hier neben anderen Tennisgrößen die ersten Preisgelder errungen. Leider konnte das Turnier Ende der 80er Jahre wegen fehlender Sponsorengelder nicht mehr durchgeführt werden. 

Am Tenniswettbewerb des Internationalen Sportfestes in Brühl nahmen aus dem BMELV Christiana Ludmann, Ursula Müller-Ehl, Uwe Binnewies, Frank Görmar, Michael Köhler, Jürgen Frechen, Walter Quasigroch und Norbert Walter teil. Das große Ziel war, den Heimvorteil zu nutzen und die Mannschaftserfolge aus den Jahren 2005 und 2007 zu bestätigen. 

Der Wettergott spielte ebenfalls mit und zeigte sich von seiner besten Seite. Trotz der hohen Temperaturen konnten sowohl am Donnerstag die Mannschaftswettkämpfe als auch am Freitag die Einzelwettbewerbe wie geplant und dank der Hilfe und der Fairness aller Teilnehmer ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden. Der Mineralwasserverbrauch war entsprechend hoch, die Pausen etwas länger. 

Unsere Gegner waren in der genannten Reihenfolge Österreich und Ungarn. Aus Platzgründen wurden nur drei Herreneinzel und ein Dameneinzel gespielt. Im ersten Spiel des Tages gegen Österreich retteten Frank Görmar und Norbert Walter nach Niederlagen von Christiana Ludmann und unserem „Debütanten“ Walter Quasigroch das Unentschieden. Danach wurde die Mannschaft komplett getauscht, so dass neue Kräfte gegen das ungarische Team zum Zuge kamen. Trotz der Niederlage von Ursula Müller-Ehl gewannen wir durch die Siege von Uwe Binnewies, Michael Köhler und Jürgen Frechen mit 3:1 gegen Ungarn. 

Die Entscheidung um den Gesamtsieg musste also im letzten Spiel zwischen Österreich und Ungarn fallen. Ein Sieg der Ungarn oder auch ein Unentschieden hätten für uns in jedem Fall den Gesamtsieg bedeutet. In spannenden und fairen Spielen gelang es allerdings Österreich Ungarn ebenfalls mit 3:1 zu besiegen. Nun mussten die einzelnen Spiele gezählt werden, was uns aufgrund der mehr gewonnenen Spiele glücklich, aber nicht unverdient den Gesamtsieg im Mannschaftswettbewerb sicherte.

Für die Einzelwettkämpfe wurden noch am Donnerstag Ausscheidungsspiele organisiert, da bei den Herren aus Zeitgründen an der Endrunde am Freitag nicht mehr als 8 Spieler teilnehmen konnten.Bei den Damen erreichte Christiana Ludmann am Freitag nach dem 6:4 Sieg gegen Andrea Tarnoy (H) das Finale. Ursula Müller-Ehl gelang dies nicht, sie verlor gegen Jutta Vranovsky (A) und musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Im Finale führte

Christiana Ludmann dann schnell mit 4:1, wurde allerdings in einem guten und spannenden Match von der immer besser werdenden Österreicherin noch mit 6:4 bezwungen. 

Bei den Herren kam Uwe Binnewies mit relativ glatten Siegen gegen Nemeth (H) und Michael Köhler ins Finale. Dies erreichte auch Norbert Walter durch Siege gegen Wurm (A) und Hájos (H). Im Finale setzte sich dann Norbert Walter mit 6:2 gegen Uwe Binnewies durch. (nw)

 

Mannschaft

1. Deutschland

(Christiana Ludmann, Uschi Müller-Ehl, Uwe Binnewies, Jürgen Frechen, Frank Görmar,

Dr. Michael Koehler, Walter Quasigroch, Norbert Walter)

2. Österreich

3. Ungarn

 

Einzel Männer

 

1. Norbert Walter (D)

2. Uwe Binnewies (D)

3. Lásló Hájos (H) und Dr. Michael Koehler (D)

 

Einzel Damen

 

1. Jutta Vranovsky (A)

2. Christiana Ludmann (D)

3. Andrea Losoncziné Tarnóy (H) und Uschi Müller-Ehl (D)

 

 

Tischtennis

 

Das Tischtennisturnier fand bei optimalen äußeren Bedingungen statt. Die Tischtennisspieler teilten sich mit den Volleyballern die Sporthalle der FH Bund, die durch eine herabgelassene Wand abgetrennt war. Dort spielten wir an 4 Tischen zuerst ein Mannschaftsturnier mit 3 Mannschaften. Da davon auszugehen war, dass Österreich und Deutschland die stärksten Mannschaften stellten und die Spannung über den Turniersieg möglichst lange aufrecht erhalten werden sollte, spielten zunächst Österreich gegen Ungarn und anschließend Deutschland gegen Ungarn. Ungarn war in beiden Spielen chancenlos und verlor jeweils deutlich mit 6:0, sodass es zum erwarteten Endspiel zwischen Deutschland und Österreich kam. Bereits die Anfangsdoppel bestätigten, dass es spannend werden würde, denn die beiden deutschen Topspieler Peter Bohlen und Carsten Ibel unterlagen dem österreichischen Doppel Zbigniew Fraczyk und Günter Weber in 4 Sätzen. Den Ausgleich erzielten jedoch umgehend Herbert Weinandy und Helmut Frohn gegen Traude Weiss und Helmut Gaunersdorfer, nicht zuletzt weil die beiden Österreicher mit dem Materialspiel von Herbert Weinandy große Mühe hatten. Die etatmäßige Nr. 3 der deutschen BSG-Staffel, Uli Schwickert, beschränkte sich auf die Turnierleitung und wirkte beim Mannschaftsturnier nicht aktiv mit. Es blieb weiter spannend, denn trotz gutem Offensivspiel verlor Carsten Ibel sein Einzel gegen Zbigniew Fraczyk in drei knappen Sätzen. Peter Bohlen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann ungefährdet gegen Günter Weber. Mit dem offenen Spiel von Helmut Frohn kam Traude Weiss deutlich besser zurecht als zuvor im Doppel. Ihre technische Überlegenheit konnte sie ein ums andere mal zu Punktgewinnen nutzen und Helmut Frohn begann mit dem Schicksal zu hadern und verlor zunächst seinen Spielfluss und dann das Spiel. Herbert Weinandy dagegen zeigte eine souveräne Leistung gegen Erwin Kohl, der nur im Einzel eingesetzt wurde, und so stand es schließlich 3:3. Es spielten nun die beiden besten Tischtennisspieler der vergangenen Sportlertreffen gegeneinander: Zbigniew Fraczyk und Peter Bohlen. In einem packenden und hochklassigen Spiel siegte Peter Bohlen im 5. Satz mit 11:9. Damit war schon eine Vorentscheidung gefallen. Carsten Ibel erhöhte gegen Günter Weber schnell auf 5:3 und es war letztlich an Herbert Weinandy, gegen Traude Weiss den 6:3 Sieg perfekt zu machen. Trotz eines 2:0 - Satzrückstandes kämpfte er sich mit klugem Spiel in die Partie zurück und gewann den 5. Satz mit 11:8. Endstand:

 

1. Deutschland

2. Österreich

3. Ungarn

 

Nach dem Mittagessen begann das Einzelturnier. Die 3 Topspieler einer jeden Nation sowie die Nr. 2 der Österreicher wurden gesetzt, alle anderen Spieler hinzugelost. So kam es im Achtelfinale zu der rein deutschen Begegnung zwischen Uli Schwickert und dem bis dahin noch unbesiegten Herbert Weinandy. Uli Schwickert, der als klassenhöherer Spieler trotz Trainingsrückstand klarer Favorit war, konnte sich nach holprigem Beginn letztlich sicher für das Viertelfinale qualifizieren. Dort war jedoch für ihn in einem einseitigen Spiel gegen Zbigniew Fraczyk schon Endstation. Letztlich setzten sich in allen Viertelfinalspielen die Favoriten durch, auch wenn Helmut Frohn das Kunststück gelang, gegen Peter Bohlen einen Satz zu gewinnen. Im ersten Halbfinalspiel standen sich die beiden Österreicher Zbigniew Fraczyk und Günter Weber gegenüber. Zbigniew Fraczyk zeigte eine souveräne Leistung und gewann glatt. Mehr Mühe hatte im zweiten Halbfinale Peter Bohlen gegen Carsten Ibel. In einem kräftezehrenden Spiel gewann Peter Bohlen zwar auch in 3 Sätzen, jedoch waren die Ballwechsel deutlich umkämpfter. Im erwarteten Endspiel standen sich nun wieder Peter Bohlen und Zbigniew Fraczyk gegenüber und man war gespannt, ob Peter Bohlen seinen knappen Sieg aus dem Mannschaftsturnier wiederholen könnte. Zbigniew Fraczyk spielte mit veränderter Taktik: Kam er mit seinen Angriffsschlägen nicht direkt zum Punkt, brach er den Angriff ab und baute ihn neu auf. Für Peter Bohlen bedeutete dies eine enorme Laufarbeit. Schon etwas müde durch die vorangegangenen Partien, insbesondere durch das Halbfinale gegen Carsten Ibel, erhöhte sich seine Fehlerquote und er verlor das Match in 4 Sätzen. Diesmal war also Zbigniew Fraczyk der Sieger. Endstand:

 

1. Zbigniew Fraczyk (A)

2. Peter Bohlen (D)

3. Günter Weber (A) und Carsten Ibel (D)

 

Direkt im Anschluss an das Einzelturnier wurden die nationengemischten Doppel ausgelost. In zwei Gruppen wurde zunächst jeder gegen jeden gespielt. In der Gruppe A setzten sich die beiden deutsch-österreichischen Doppel Weber/Ibel und Weiss/Bohlen gegen das deutsch-ungarische Doppel Káldy/Weinandy durch. In der ausgeglicheneren Gruppe B schafften dies die österreich-ungarische Kombination Kiss/Fraczyk und die deutsch-ungarische Paarung Kölcsey/Schwickert gegen das deutsch-österreichische Doppel Kohl/Frohn. Im Halbfinale zeigte sich, dass die Gruppe A deutlich spielstärker war, so kam es im Endspiel erneut zu der Partie Weber/Ibel gegen Weiss/Bohlen. Einen spektakulären Ballwechsel erlebten die Zuschauer, als Günter Weber aus der Bedrängnis heraus den Ball so mit der Schlägerkante traf, dass dieser in hohem Bogen knapp hinter dem Netz landete und ohne Schlägerberührung von Weiss/Bohlen wieder auf die Seite von Weber/Ibel sprang. Durch den unkontrollierten Schlag hatte der Ball einen ungewöhnlichen und nicht zu berechnenden Drall bekommen. Den Regeln entsprechend bedeutete dies einen Punkt für Weber/Ibel. Aber auch Weiss/Bohlen waren von dem Ball begeistert. Letztlich gewannen Weber/Ibel knapp aber verdient mit 3:1 Sätzen. Endstand: (us)

 

1. Günter Weber (A) / Carsten Ibel (D)

2. Traude Weiss (A) / Peter Bohlen (D)

3. Zsoltan Kiss (H) / Zbigniew Fraczyk (A)

Thomas Kölcsey(H) / Uli Schwickert (D)

 

Schach 

Am Donnerstag wurde zuerst das Mannschaftsturnier (30 Minuten-Partien) durchgeführt. Da in der ersten Begegnung Deutschland auf Österreich traf, war klar, dass schon hier der Turniersieg ausgespielt wird. Die österreichischen Schachfreunde sind alles gute Spieler, die in den verschiedenen österreichischen Ligen spielen. Es war daher ein harter Kampf zu erwarten.

In der Besetzung Arnold Hemmann (BMAS; 0,5), Hans Lotzien (1,0), Michael Müller-Boge (Bundesamt für Naturschutz; 1,0) und Stephan Wimmers (Deutsche Industrie u. Handelskammer; 0,5) konnten wir etwas glücklich deutlich mit 3,0 zu 1,0 gewinnen. Die ungarischen Schachspieler, die teilweise auch schon lange dabei sind, fielen in der Spielstärke etwas ab. Daher war es nicht verwunderlich, dass das deutsche Team den zweiten Mannschaftskampf gegen Ungarn mit 3,5 zu 0,5 zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Somit stand bereits vor der Mittagspause mit Deutschland der Turniersieger fest. In der dritten Begegnung Ungarn - Österreich ging es nun noch um den 2. Platz. Hier gewannen die Österreicher sicher mit 3,5 zu 0,5.

 

Mannschaft

1. Deutschland

2. Österreich

3. Ungarn

 

Am Freitag wurde dann das Blitzturnier im Einzel gestartet. Ein ungarischer Schachspieler wurde noch beim Fußball benötigt, ein anderer (Morton) verzichtete freiwillig. Meine drei Mannschaftskollegen von gestern waren leider alle dienstlich verhindert. Daher bat ich noch unseren Pensionär Klaus Schmaltz mitzuspielen. Wir waren nun 8 Teilnehmer und spielten deshalb doppelrundig. Hier das Endergebnis:

 

1.         Hans Lotzien (D)         12,0     :           2,0

2.         Peter Leitner (A)          11,0     :           3,0

3.         Hans Mittendörfer (A) 8,0      :           6,0

            Dr. Toth (H)    8,0       :           6,0

5.         Peter Flicker (A)          7,0       :           5,0

6.         Kesce Nagy (H)          5,0       :           9,0

7.         Fritz Loidl (A) 4,5       :           9,5

8.         Klaus Schmaltz (D)      1,0       :           13,0

 

Anschließend wurden die einzelnen Teilnehmer mit einem guten Tropfen von der Ahr geehrt. (hl)

 

Volleyball

 

Vorneweg: Das Volleyballturnier passte sehr gut in den Rahmen des Internationalen Sportfests 2009 – es war nämlich ein voller Erfolg! 

Nachdem im Vorfeld wegen der Unsicherheiten über die teilnehmenden Nationen der Spielplan ein paar Mal geändert worden war, hatten wir uns letztlich für ein Vier-Mannschaften-Turnier entschieden. Dazu spielten die Deutschen getrennt nach ihren Trainingsgruppen (Montags- und Mittwochsgruppe). 

Nach der Hauptrunde mit insgesamt sechs Spielen à zwei Sätzen (jeder gegen jeden) hatten sich Ungarn und Deutschland (Montagsgruppe) für das Endspiel qualifiziert, während Österreich und die Mittwochsgruppe das „kleine Finale“ bestritten. Die Österreicher sicherten sich nach einem knappen Match mit wechselnden Führungen letztlich Platz 3 der Gesamtwertung. 

Im Endspiel gelang den Ungarn, die in der Hauptrunde mit 0:2 gegen die Montagsgruppe verloren hatten, zunächst ein beeindruckender Satzgewinn im ersten Satz. Lag es an den aufrüttelnden Worten des deutschen Trainers? Jedenfalls zeigte die deutsche Mannschaft im zweiten Finalsatz ein anderes Gesicht und bezwang die Ungarn knapp. Die Intensität und hohe Konzentration der deutschen Mannschaft sorgte auch im dritten und entscheidenden Satz dafür, dass zumindest bis zur Mitte beide Teams gleichauf lagen. Dann aber schien die Energie im deutschen Spiel etwas zu bröckeln. Die Ungarn hingegen spielten stark und routiniert und sicherten sich damit verdient den Turniersieg und die Titelverteidigung. 

Zur Auflockerung des Spielplans hatten wir zwischen die Hauptrunde und die Endspiele Spiele mit nach Nationalitäten gemischten Mannschaften eingeschoben. Auch diese Idee erwies sich als sehr erfolgreich, denn die aus Ungarn , Österreichern und Deutschen zusammen gewürfelten Mannschaften wollten gar nicht aufhören und hätten sicher noch bis spät in den Donnerstag Abend gespielt, wenn nicht die Halle für die Herstellung der Heißluftballons gebraucht worden wäre. (rk)

 

Endergebnis:

1. Ungarn

2. Deutschland (Montagsgruppe)

3. Österreich

4. Deutschland (Mittwochsgruppe) 

 

Schießen 

Nach im Vorfeld etwas schwierigen Abstimmungen zu den Wettkampfbedingungen konnte bereits in der Vorbesprechung der Spartenleiter am Mittwoch,01.07.2009, sehr schnell Einvernehmen über alle Details des bevorstehenden Wettkampfes erzielt werden. So wurde sowohl das Training als auch der Wettkampf in ausgezeichneter Harmonie von den Teilnehmern erlebt. 

Der Schießwettbewerb wurde auf der Anlage der Sportschützen in Swisttal-Odendorf durchgeführt. Geschossen wurde mit Luftgewehr auf 10 m und mit Kleinkalibergewehr auf 50 m. 

Den Donnerstag nutzten alle Teilnehmer um in den beiden Disziplinen intensiv zu trainieren, insbesondere weil die aus Ungarn und Österreich angereisten Schützen zuhause eher jagdliche Disziplinen schießen und mit unseren Sportschützendisziplinen weniger vertraut waren. Aus Österreich waren 3 Schützen, aus Ungarn 4 Schützen und aus Deutschland insgesamt 8 Schützen aus dem BMELV, darunter auch Abteilungsleiter1, Herr Bernd-Udo Hahn, nach Odendorf gekommen.

Der Wettkampf wurde dann am Freitag, 03.07.2009 geschossen. In jeder Disziplin waren nach 5 Probeschüssen jeweils 20 Wettkampfschüsse abzugeben. Vereinbart wurde vorher, dass jedes Land Mannschaften zu je 3 Wertungsteilnehmern stellen kann. Ungarn und Österreich stellten jeweils eine Mannschaft, Deutschland zwei Mannschaften. Es wurden folgende Platzierung erreicht:

 

1.         Deutschland I   1036    Ringe

2.         Deutschland II 1035,4 Ringe

3.         Ungarn 1004    Ringe

4.         Österreich        980      Ringe

 

Die drei besten Einzelschützen stellte ebenfalls Deutschland: (hh)

 

1.         Otmar Schneider          360,6   Ringe

2.         Dr. Axel Heider           351,9   Ringe

3.         Walter Wabschke        351,2   Ringe 

 

Geländelauf 

Der Geländelauf fand im Rahmen des Internationalen Sportfestes am Donnerstag, den 02.07.2009, um 14:00 Uhr unmittelbar an der FH Bund um den Heider Bergsee statt. Der flache Rundkurs musste ein je nach Disziplin ein- oder zweimal (eine Runde 5,21 km) umrundet werden. Friedel Cramer, Markus Wunderlich und Rolf Hahn hatten dafür gesorgt, dass der Geländelauf zu einem kleinen Volkslaufevent wurde. Der Laufwettbewerb mit 39 Läuferinnen und Läufer war die am stärksten besuchte Sportart im Rahmen des Internationalen Sport­festes. Zusätzlich wurde für die 10,42 km Strecke eine Mannschaftswertung durchgeführt. Der Leiter der FH Bund, Herr Bönders, gab nach einer kurzen Ansprache bei fast tropischen Temperaturen um 14:00 Uhr den Startschuss. 

Schon früh setzten sich die favorisierten Läufer Friedel Cramer und Jürgen Landgrebe sowie die beiden Österreicher Christian Michler und Michael Samek vom Feld ab. Überraschend frisch und laufstark präsentierten sich die beiden Ungarn Gábor Koplányi und László Vajda. Sie hatten bereits in den Morgenstunden mit ihrer Fußballmannschaft gegen das deutsche Team mitgewirkt. Dahinter bildete sich eine deutsche Verfolgergruppe mit Axel Neumann, Pirmin Braun und Rolf Hahn, die erfolgreich über die 10,42 km Distanz den 2. Platz in der Mannschaftswertung gegenüber den Team aus Österreich verteidigten. 

Nach einer Runde griffen die Läufer gerne nach dem von mehreren Helferinnen und Helfern gereichten Wasser. Die Zeitnehmer Christl Sturm, Maja Brüllingen, Sylvia Schwingen und Andrea Girard konnten nach 23:01 Minuten die ersten Läufer über die 5,21 km im Ziel begrüßen. Jan Niklas Frantzen wurde begleitet von seinem Vater Ali Frantzen, der ihm kurz vor Zieleinlauf den Vortritt gewährte. Dritter wurde Dr. Gerd Stiens, der leider wegen einer Verletzung auf die Kurzstrecke ausweichen musste. Als beste Läuferinnen erreichten Sylvia Hahn und Anja Poppe-Neumann gemeinsam auf Platz 6 das Ziel in 29:09 Minuten. Die Zielfotos wurden von unserer Fotografin Yasmina Fekih festgehalten. 

Der Marathonspezialist Friedel Cramer konnte auch auf der Kurzstrecke glänzen und erreichte unter dem Jubel zahlreicher Fans als erster im 10,42 km Lauf das Ziel mit einer Endzeit von 41:33 Minuten. Dahinter folgten als zweiter Christian Michler (46:25) aus Österreich und als dritter Jürgen Landgrebe (47:14). Die erste deutsche Mannschaft sicherte sich zusammen mit Axel Neumann den 1. Platz mit einer Gesamtzeit von 2:17:24 Stunden. Die zweite deutsche Mannschaft verteidigte nach hartem Kampf den 2. Platz vor dem Team Österreich mit einer Gesamtlaufzeit von 2:29:14 Stunden. Den 4. Platz belegte Team Österreich vor Deutschland III (Dr. Ernst Bleibaum, Ina Kaninski, Thomas Köhler). Leider haben einer unserer Spitzenläufer, Dr. Alexander Heinrich, sowie Dr. Arnhild Wolter den Startschuss verpasst. Dr. Alexander Heinrich startete 10 Minuten später und belegte immerhin in der Gesamtwertung noch Platz 9 (Nettolaufzeit 41:17). 

Alle Teilnehmer erhielten nach dem Zieleinlauf eine Medaille und waren froh, das sie die Strapazen erfolgreich bewältigt hatten. Zahlreiche Läufer und Läuferinnen nutzten die Gelegenheit und nahmen abends am Grillfest teil. Die Siegerehrung fand um 20:00 Uhr im Foyer der FH Bund statt, wo unter anderem auch die drei schnellsten Frauen über 10,42 km, Ina Kaninski, Katharina Adler und Steffi Freudenthal mit je einem Glaspokal geehrt wurden.

 

Die Siegerpokale der Mannschaften wurden am Samstag, 4.7.2009, im Rahmen der Abschlussveranstaltung persönlich von Frau Staatssekretärin Heinen-Esser überreicht. (rh) 

 

(Mannschaft) 10,4 km

 

1. Deutschland I (Friedel Cramer, Jürgen Landgrebe, Axel Neumann)            2:17:24 Stunden

2. Deutschland II (Pirmin Braun (BSG), Dr. Alexander Heinrich, Rolf Hahn) 2:29:29 Stunden

3. Österreich

4. Ungarn

5. Deutschland III (Dr. Ernst Bleibaum, Ina Kaninski, Thomas Koehler(BSG))           2:43:35 Stunden

 

(Mannschaft) 10,4 km

 

1. Deutschland I (Friedel Cramer, Jürgen Landgrebe, Axel Neumann)            2:17:24 Stunden

2. Deutschland II (Pirmin Braun (BSG), Dr. Alexander Heinrich, Rolf Hahn) 2:29:29 Stunden

3. Österreich

4. Ungarn

5. Deutschland III (Dr. Ernst Bleibaum, Ina Kaninski, Thomas Koehler(BSG))           2:43:35 Stunden

 

5,2 km Einzelwertung                                  Min.

 

1.         Jan Niklas Frantzen (D-extern)            23:01

2.         Ali Frantzen (D)                                  23:06

3.         Dr. Gerd Stiens (D)                             23:59

4.         Andreas Ecker (D-FH Bund)                27:43

5.         Dr. Georg Jäger (D)                            29:08

6.         Sylvia Hahn (D-extern)                       29:09

7.         Anja Poppe-Neumann (D-extern)       29:09

8.         Dr. Arnhild Wolter (D)                         29:40

 9.       Edelgard von Houwald (D)                  30:36

10.       Nina Spatny (A)                                  32:00

11.       Annette Schneider (D)                         33:25

12.       István Détári (H)                                 36:10

13.       Angela Rosenauer (D)                         36:34

14.       Marion Poster (D)                               41:44

 

10,4 km Einzelwertung                   Min.

 

 1.       Friedel Cramer (D)                  41:33  1. Platz Männer

 2.       Christian Michler (A)  46:25   2. Platz Männer

 3.       Jürgen Landgrebe (D) 47:14   3. Platz Männer

 4.       Michael Samek (A)                 47:45

 5.       Gábor Koplány (H)                 48:13

 6.       László Vajda (H)                     48:28

 7.       Axel Neumann (D)                  48:37

 8.       Pirmin Braun (D)                     48:48

 9.       Dr. Alexander Heinrich (D)      49:30

10.       Rolf Hahn (D)                         49:31

11.       Gottfried Führer (A)                52:04

12.       Dr. Ernst Bleibaum (D)            52:05

13.       Ina Kaninski (D)                     52:41   1. Platz Frauen

14.       Dr. Friedrich Kuhlmann (D)     58:49

14.       Thomas Köhler (D)                 58:49

16.       Dr. Tamds Velez (H)               1:00:07

17.       Katharina Adler (D)                 1:00:26            2. Platz Frauen

18.       Bernd Göllner (D)                    1:00:47

19.       Stefanie Freudenthal (D)        1:01:50            3. Platz Frauen

20.       Wolfgang Riecker (A)              1:02:04

21.       Anja Puchta (A)                      1:02:45

22.       Irmi Krüger (D)                       1:04:13

23.       Ecki Krüger (D)                       1:04:14

24.       Anna Diews (D-extern)          1:04:26

25.       Dr. László Karch (H)               1:19:32

 

Kegeln

Erstmals bei einem Internationalen Sportfest war das Kegeln als Sportart vertreten. Auf der Kegelbahn der FH Bund trafen sich zum sportlichen Wettkampf das Team aus Österreich und die BSG-Kegler. Ungarische Kegler waren trotz ursprünglicher Meldung leider nicht vertreten. Gekegelt wurde in 4 Durchgängen mit jeweils 10 Wurf, davon 2 x 10 Wurf in die Vollen und 2 x 10 Wurf Abräumen. 

In der Mannschaftswertung gewann das Team aus Österreich mit 562 Holz (Deutschland 550 Holz). In der Einzelwertung siegte Felix Bernard (Österreich) mit 162 Holz. 

Das Team der BSG-Kegler würde sich freuen beim nächsten Internationalen Sportfest wieder dabei sein zu können. (wf)