Internationales Sportlertreffen 2011 in Irdning
Das internationale Sportlertreffen der Landwirtschafts- und Verbraucherministerien aus Österreich, Ungarn und Deutschland fand diesmal vom 7. bis 11. September 2011 in Irdning in der Steiermark statt. Die Sportlerinnen und Sportler der BSG fuhren am Mittwoch bereits in aller Frühe (5.00 Uhr) los. Ein von der BSG gesponsertes, im Bus serviertes Frühstück mit frischen Brötchen, Wurst, Käse und Obst tröstete über das frühe Aufstehen hinweg. Der ein oder andere nutzte die Fahrt zunächst noch zum Ausschlafen. Mit zwei Fahrpausen brachte uns Busfahrer Herbert im komfortablen Reisebus nach staufreier Fahrt kurz nach 15.00 Uhr bei herrlichem Sonnenschein und Fernblick am Zielort an.
Untergebracht waren die Teilnehmer in der Höheren Lehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein in Irdning. Die sonst dort wohnenden Studierenden hatten noch Sommerferien. Jeweils zwei der frei geräumten Doppelzimmer teilten sich Toilette und Bad. Erste Diskussionen kamen in manchen Zimmern auf, als es um die Bettbelegung ging. Manch männlicher Teilnehmer wurde an seine Bundeswehrzeit erinnert, als er die doppelstöckigen Betten sah. Schließlich fanden sich aber in jedem Zimmer mehr oder minder Freiwillige, die bereit waren, ihre Schlafstätte für vier Nächte per Leiter aufzusuchen.
Nach den einleitenden Begrüßungsworten der österreichischen Gastgeber, u. a. von Dr. Albert Sonnleitner, dem Leiter der Schule, dem österreichischen Delegationsleiter Gerhard Sieber sowie dem Bürgermeister von Irdning Franz Titschenbacher, bedankte sich der mit angereiste Staatssekretär des ungarischen Landwirtschaftsministerium József Ángyán für die freundliche Aufnahme in Irdning. Zur Freude aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer lud er die Delegationen zum nächsten internationalen Treffen 2013 nach Ungarn ein. Somit war die wichtige Frage, wo das nächste Treffen stattfinden wird, bereits gleich zu Beginn der Veranstaltung geklärt. Auch der Vorsitzende der BSG BML e. V. , Willi Pompe, dankte den österreichischen Gastgebern für die Organisation des Treffens. Der weitere Abend wurde dann bereits von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der drei Nationen ausgiebig zum Auffrischen bestehender und zum Knüpfen neuer Kontakte genutzt.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der sportlichen Wettkämpfe. Der Wettergott meinte es allerdings nicht sonderlich gut. Es regnete in Strömen. Wohl den Aktiven, die eine Hallensportart betrieben. Trotz widriger Witterungsbedingungen verliefen aber auch die Wettkämpfe der Läufer und Fußballer planmäßig. Gegen 17 Uhr trafen auch die Sportlerinnen und Sportler wieder in der Höheren Lehr- und Forschungsanstalt ein, die ihre Wettkämpfe an auswärtigen Sportstätten durchführten.
Am Abend fuhren uns dann die Busse zum Festsaal der Gemeinde Irdning, wo wir nach der Begrüßung durch den Bürgermeister von der Gemeinde, begleitet von zünftiger steirischer Musik, zu einem leckeren 3-Gänge-Menü eingeladen wurden. Ein Diavortrag sowie eine ausgiebige Wein- und Käseverkostung ließen die Zeit bis zur Rückfahrt im Fluge vergehen. Einige besonders Aktive nutzten die verbliebenen Nachtstunden zu einem Sonder-Volleyball-Training in der Sporthalle der Lehranstalt.
Leider regnete es am Freitag Vormittag fast noch stärker als am Vortag, worunter wieder die „Outdoorsportlerinnen und –sportler“ zu leiden hatten. Dennoch hatten sie bei den aus den drei Nationen gemischten Teams beim Staffellauf und Fußballgroßfeldspiel viel Spaß.
Pünktlich mit der Beendigung der Sportwettkämpfe besserte sich das Wetter. Am frühen Nachmittag schien bereits wieder die Sonne, als die Forschungseinrichtungen der Lehranstalt in den Bereichen Tier und Pflanze ausgiebig besichtigt und vorgestellt wurden. Besonders stolz waren die Gastgeber auf den erst kürzlich neu gebauten Versuchsstall.
Am frühen Abend traf man sich dann noch auf der örtlichen Stockschießanlage. Für die meisten war diese Sportart völliges Neuland. Das deutsche 12er-Team belegte dabei hinter dem gemischten Team aus Österreich/Ungarn einen guten zweiten Platz. Der weitere Abend in der Lehr- und Forschungsanstalt bei alpenländischer Musik wurde wieder zu intensiven Gesprächen genutzt. Der ein oder andere schwang sogar das Tanzbein.
Der Samstag, 10. September, war dann dem Kulturprogramm gewidmet. Die Busfahrt führte uns bei zunächst noch recht nebligen Wetterverhältnissen ins Stift Admont, wo wir im Rahmen einer Führung auch die berühmte Bibliothek des Benediktinerstiftes besichtigen konnten. Im Laufe des Vormittags klarte es weiter auf, die Sonne kam heraus. Nach dem Mittagessen im Stiftskeller führte die Fahrt weiter zur Riesneralm. Nach zwei Sesselliftfahrten (für einige BSGler war es die erste Sesselliftfahrt in ihrem Leben!) erreichten wir den Hochsitz, wo eine zünftige Brettljause vorbereitet war. Viele nutzten bei herrlichem Sonnenschein und Fernsicht die Möglichkeit, den Gipfel der Riesnerkrispen (1922m) zu erklimmen.
Nach der Rückkehr in die Lehr- und Forschungsanstalt fanden dann die Siegerehrungen in den verschiedenen Sportarten statt. Seitens der deutschen Delegation war man mit dem Abschneiden zufrieden. Auch der letzte Abend wurde noch ausgiebig zur Kontaktpflege genutzt. Nach dem erweiterten Frühstück, zu dem einige doch reichlich übermüdet erschienen, startete die deutsche Delegation pünktlich um 8.30 Uhr zur Heimfahrt. Nach leider nicht ganz staufreier Rückfahrt setzte uns Busfahrer Herbert wohlbehalten am späten Sonntag Nachmittag wieder am Startpunkt der Reise, dem BMELV, ab.